| FAQ Autogas. |
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Was ist Autogas eigentlich? Autogas ist Flüssiggas (Propan, Butan und deren Gemische), also ein Kohlenwasserstoff, der unter relativ geringem Druck verflüssigt und dann nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens einnimmt. Flüssiggas bzw. Autogas kann ohne großen technischen Aufwand und somit kostengünstig verflüssigt werden. Es zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus. Gleichzeitig verbrennt es schadstoffarm und lässt sich gut lagern.
Autogasfahrzeug, ist das was Besonderes? Ja und nein. Autogasmotoren arbeiten genauso wie alle gängigen Ottomotoren. Es wird „nur“ anstelle eines Benzin-Luftgemisches ein Flüssiggas-Luftgemisch in den Zylindern verbrannt. Außerdem fahren Autogasfahrzeuge wesentlich umweltschonender. Zudem zahlen Sie beim Tanken mit Autogas statt Benzin erheblich weniger als bisher.
Gibt es verschiedene Gasfahrzeuge? Ja, das führt auch immer wieder zu Verwechslungen. Grundsätzlich gibt es Gasfahrzeuge, die mit Flüssiggas betrieben werden, und Fahrzeuge, deren Antriebsenergie Erdgas ist. Doch nur Flüssiggas als Kraftstoff ist Autogas!
Ganz eindeutig Flüssiggas. Es wird schon seit Jahrzehnten als Autogas bezeichnet und eingesetzt. Autogas ist daher auch weltweit der verbreitetste alternative Kraftstoff. In Europa gibt es circa 5 Mio. Autogasfahrzeuge. Weltweit sind es bereits über 10 Mio. Hinzu kommt der Einsatz in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs. Allein in den europäischen Städten sind 1.400 Busse unterwegs.
Dank der geringeren Kraftstoffkosten sparen Sie bei jeder Fahrt. Für einen Liter Autogas zahlen Sie derzeit circa die Hälftedes Benzinpreises. Dieser günstige Preis ergibt sich aus dem Energiesteuergesetz, das für Autogas eine steuerliche Vergünstigung vorsieht. Der Preisabstand zum Benzin wird auch weiterhin Bestand haben, da der verminderte Steuersatz bis zum 31.12.2018 gilt.
Die Nachrüstkosten auf Autogas betragen je nach Fahrzeugtyp zwischen 1.500 und 3.500 Euro.
Vom Grundsatz her bieten Ottomotoren sehr geeignete Rahmenbedingungen für die einfache Umstellung auf einen Autogasbetrieb. Gleichwohl ist für jeden Fahrzeug-Motortyp zu prüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen vorliegen. Bitte wenden Sie sich hierzu an die Anlagenhersteller/Umrüster, diese Unternehmen müssen die Möglichkeit einer Umrüstung prüfen.
Nur zugelassene Fachbetriebe dürfen die Ausrüstung übernehmen. Der Einbau einer Autogasanlage muss von TÜV oder DEKRA überprüft und begutachtet werden. Der Autogasantrieb wird danach in die Kfz-Papiere (Kfz-Brief und Kfz-Schein!) eingetragen. Zusammen mit anderen Fachverbänden hat der Deutsche Verband Flüssiggas DVFG e.V. einheitliche Standards der Ausrüstbetriebe festgelegt.
Nein, Autogasfahrzeuge werden wie jeder konventionelle Pkw behandelt.
Nein, Ottomotoren sind relativ einfach auf Autogas umzustellen. Die Ausrüstung erfolgt ohne mechanische Veränderungen am Motor. Komfort und Leistung des Fahrzeugs bleiben uneingeschränkt.
Nein, nur die zusätzliche Prüfung der Autogasanlage und des Tanks kommen hinzu.
Einfach! Hinsichtlich ihrer Kraftstoffversorgung lassen sich Autogasfahrzeuge in zwei Gruppen einteilen: monovalente Fahrzeuge, die ausschließlich mit Flüssiggas fahren, dies sind vor allem Busse und Lkw. Bivalente Fahrzeuge, die neben dem Gastank über einen Benzintank verfügen und somit beide Kraftstoffarten nutzen können.
Neben den Umrüstlösungen bieten immer mehr Kfz-Hersteller Autogasfahrzeuge ab Werk bzw. Neuwagenangebote mit Ausrüstkooperationspartnern an. Einige dieser Hersteller haben mit Autogasmodellen bereits langjährige Erfahrungen in anderen Ländern. In Deutschland gibt es beispielsweise Neuwagen von Chevrolet, Citroen, Fiat, Ford, Kia, Lada, Mazda, Opel, Subaru, Volkswagen und anderen.
Die im Internet aufgeführten Autogasfahrzeuge besitzen eine europäische Typzulassung.
Diese Fahrzeuge können somit in jedem Staat der EU ohne weitere Fahrzeugprüfungen für den Straßenverkehr zugelassen werden. Mit der europäischen Typzulassung sind die Fahrzeughersteller angehalten, auch in Deutschland Interessenten die Möglichkeit zu eröffnen, ein solches OEM-Fahrzeug zu bestellen (z.B. über Sonderbestellcodes bei den Händlern), unabhängig davon, ob das Autogasfahrzeug offiziell in den Verkaufsprospekten/-listen angeboten wird.
Bivalent heißt, dass man sowohl mit Autogas wie auch mit Benzin fahren kann (so genannte bivalente Fahrzeuge). Bei der Ausrüstung wird mittels eines speziellen Einbausatzes in einem serienmäßigen Benzinfahrzeug die zusätzliche Nutzung von Autogas ermöglicht. Der Benzinbetrieb bleibt davon unberührt.
Nicht unbedingt, denn die Tanks können innerhalb des Fahrzeugs, z.B. in der Reserveradmulde im Kofferraum oder als Unterflurtanks montiert werden. Autogas wird unter verhältnismäßig geringen Drücken von ca. 8 bar in flüssiger Form im Autogastank gespeichert (zum Vergleich: Erdgas bis 250 bar). Dies ermöglicht schon mit relativ kleinen Autogastanks große Reichweiten.
Mit den gängigen Tankgrößen lassen sich je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp problemlos 500 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen. Bei bivalenten Autogasfahrzeugen (Autogas und Benzin) verdoppelt sich die Reichweite, also auf bis zu 1000 Kilometer.
Wie Benzin wird Autogas in Tanks gefüllt. Als Kraftstofftanks werden spezielle Autogastanks – im Allgemeinen Stahlbehälter – verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind.
Ist das Betanken schwierig? Nein! Das Tanken von Autogas ist durch die Ausrüstung der Fahrzeuge ebenso einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Betankungszeiten sind sehr kurz und vergleichbar mit denen bei konventionellen Kraftstoffen.
Das Betanken mit Autogas ist unproblematisch. Beim Betanken wird die Zapfpistole mit dem Füllstutzen am Fahrzeug fest verschraubt. Dadurch ergibt sich ein geschlossenes System. Die Zapfsäulen für Autogas sind eindeutig gekennzeichnet. Zudem unterscheiden sich die Einfüllventile deutlich von denen anderer Kraftstoffe. Dadurch wird eine Verwechslung beim Betanken ausgeschlossen.
Nein! Richtwert für Mehrverbrauch bei Autogas-Pkw gegenüber Benzin-Pkw beträgt etwa 20 Prozent. Bei den Kostenvergleichen ist das berücksichtigt.
Muss ich an der Zapfsäule von Kilogramm auf Liter umrechnen? Aber nein! Autogas ist flüssig, daher wird es – im Gegensatz zu Erdgas-Kraftstoff – ganz wie Sie es gewohnt sind, in Litern angezeigt.
Gibt es ausreichend Autogas-Tankstellen? Das öffentlich zugängliche Autogas-Tankstellennetz in Deutschland wurde durch das Engagement der deutschen Flüssiggas-Wirtschaft in den letzten Jahren zügig ausgebaut. Mittlerweile gibt es fast 6.000 Autogas-Tankstellen, eine flächendeckende Versorgung ist somit gewährleistet. Weitere Autogas-Tankstellen sind im Bau oder in der Planung.
Wie findet man die Autogas-Tankstellen? Ganz einfach, wir haben eine Suchmaschine mit allen öffentlich zugänglichen Autogas-Tankstellen in Deutschland eingerichtet; übersichtlich nach Bundesländern geordnet, mit Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibung. Es gibt die Möglichkeit, die Angaben zu den Tankstellen herunterzuladen, um sie dann auszudrucken. Sie können die Gesamtliste abrufen oder auch nur den Download für ein bestimmtes Bundesland anklicken. Damit Sie nicht zu lange suchen müssen, gibt es eine eigene Rubrik, in der die neu hinzugekommenen Autogas-Tankstellen aufgelistet sind. neu hinzugekommene Autogas-Tankstellen
Nein, sie behandeln Autogasfahrzeuge wie jedes andere Auto auch. Einige bieten sogar günstigere Ökotarife an. Fragen Sie danach!
Ja! Autogas ist genauso sicher oder gefährlich wie Benzin oder Diesel. Die Bauteile der Autogasanlage sind besonders geprüft und nach ECE-Vorschriften typgenehmigt. Der Einbau der Anlage erfolgt nach den Regeln der StVO und wird von TÜV/DEKRA begutachtet.
Vielfach mangelt es an Information.
Jeder installierte Autogastank durchläuft eine umfangreiche Sicherheitsprüfung, die mit einer Prüfbescheinigung bestätigt wird. Der druckfeste Behälter besteht aus etwa 3,5 mm starkem Stahl. Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen, z.B. ein Sicherheitsventil und ein automatisch arbeitender Befüllstopp am Autogastank, sorgen dafür, dass sich in der Autogasanlage kein unzulässiger Druck aufbauen kann. Ferngesteuerte Absperrarmaturen, Rückschlag- und Rohrbruchventile verhindern zuverlässig ungewollten Gasaustritt. Autogastank, Verschraubungen und Sicherheitseinrichtungen gewährleisten selbst bei einem Unfall oder bei Brand einen größtmöglichen Sicherheitsstandard. Crashtests, z.B. durch den ADAC im Dezember 2007 durchgeführt, belegen, dass die Tanks auch den härtesten mechanischen und technischen Belastungen standhalten.
Nein! Flüssiggas bzw. Autogas ist ungiftig und daher wesentlich unbedenklicher im Einsatz wie z. B. Benzin. Dies ist ja auch der Grund, warum Autogas-Tankstellen in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden dürfen.
Ja! Autogasfahrzeuge können schon heute einen effektiven Beitrag leisten, die vom Straßenverkehr verursachten Umweltbelastungen erheblich zu reduzieren, ohne jedoch Umweltschutz in einen Verzicht auf Mobilität münden zu lassen. Auch die Klimabilanz fällt deutlich positiver aus: Fahrzeuge im Autogasbetrieb emittieren gegenüber Benzinfahrzeugen zwischen 9 und 18 Prozent weniger Treibhausgas. Der Umweltvorteil liegt aber auch in der Verringerung des NOX-Ausstoßes und der Senkung der emittierten Rußpartikelzahl.
Ist Autogas zukunftssicher? Ja! Mit Autogas sichern Sie sich Ihre Mobilität auch für die Zukunft zu fairen Preisen. Mit Autogas entscheiden Sie sich für einen zukunfts- und versorgungssicheren Kraftstoff. Mit Autogas schonen Sie die Umwelt und helfen, die Luft in den Städten schadstofffreier zu machen.
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