Altbausanierung Dämmen

Was Sie bei einer Fenstersanierung beachten müssen.

  • Fenstererneuerung ist eine der kostengünstigsten Sanierungsmaßnahmen

  • Der U- und der G-Wert sind gute Anhaltspunkte für Energieeffizienz

  • Neues Glas ist oft eine attraktive Alternative zum Fensteraustausch

Schon mal über eine Fenstersanierung nachgedacht?

Sind Sie in diesen kalten Januarwochen auch zu Hause vor zugigen Fenstern gesessen und haben die Heizung höher gedreht? Da sind Sie nicht allein. In vielen Haushalten hat der strenge Frost längst fällige Sanierungsmaßnahmen ans Tageslicht gebracht und für einen erhöhten Energiebedarf gesorgt. Fällt uns der Wärmeverlust eines Hauses über das Dach, den Keller oder die Außenwände nicht augenscheinlich auf, so macht sich ein zugiges Fenster sofort bemerkbar: wenn Sie es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht haben, am Esstisch sitzen oder die Kinder gar am Boden vor der Terrassentüre spielen. In solchen Situationen spüren wir sie besonders, die kalte Luft, die durch die undichten Fenster hereinströmt - von der Wärme, die hinausströmt, ganz zu schweigen. Höchste Zeit über eine Fenstersanierung nachzudenken. Im Folgenden erfahren Sie, worauf es ankommt und welche Faktoren Sie dabei beachten sollten.

Fenstersanierung – günstiger und unkomplizierter als Sie denken!

Die gute Nachricht vorweg: verglichen mit einer Dach- oder Außenfassenden-Dämmung gehört die Fenstersanierung zu den günstigen und unkomplizierten, aber sehr effektiven Sanierungs- und Energieeinsparungsmaßnahmen. Das macht sie gleichermaßen sinnvoll wie attraktiv. 

Nach einer schlecht gedämmten Heizung sind die Fenster zusammen mit den Außenwänden die größte Wärmeverlustquelle. 

Unsere Grafik veranschaulicht das deutlich. 



Wann ist eine Sanierung sinnvoll und notwendig?

Spätestens wenn Sie vor Ihren zugigen Fenstern sitzen und wortwörtlich das Gefühl haben, die Kälte kriecht durch alle Ritzen, ist der Zeitpunkt für eine Sanierung gekommen. Lassen Sie den sogenannten U-Wert Ihres Fensters messen, haben Sie es dann auch schwarz auf weiß: Ihr Fenster ist vermutlich zu durchlässig und erfüllt energetisch nicht den neuesten Standard. 

Was Sie beachten sollten.

Der U-Wert

Icon Plus

Der G-Wert

Icon Plus

Beide Werte müssen bei neuen Fenstern gut aufeinander abgestimmt sein.

Icon Plus

Sanierung durch Austausch der Verglasung.

Es müssen nicht immer gleich neue Fenster sein! Oft lässt sich die Sanierung auf einen Austausch der Scheiben reduzieren, was natürlich günstiger und weniger aufwendig ist. Ist der Rahmen noch gut erhalten, können Sie alte Scheiben gegen modernes Wärmedämmglas mit einem u-Wert von weniger als 1,3W/(m2K) ersetzen. Vor allem bei alten und denkmalgeschützten Gebäuden hat das den Vorteil, dass die Optik der ursprünglichen Fenster erhalten bleibt. Eine neue Verglasung bringt nicht nur Vorteile bezüglich der Wärmedämmung, auch der Schallschutz wird mit neuem Glas deutlich verbessert. Haben Sie große Glasfronten, sollten Sie an Sonnenschutzglas denken.  



Die Verglasung.

Worauf müssen Sie bei einem Austausch der Verglasung achten?

Je nach Rahmenbeschaffenheit wählen Sie für Ihre Fenster eine Zwei- oder eine Dreifach-Verglasung. Energetisch gesehen ist die Dreifach-Verglasung effizienter. Zum Vergleich: zweifach verglaste Scheiben weisen einen U-Wert von 1,1W/(m2K) auf, dreifach verglaste dagegen nur 0,6W/(m2K). Dreifachfach-Glas ist im Vergleich zu Zweifach-Glas etwas teurer, aber die Kosten amortisieren sich mittelfristig über die eingesparten Heizkosten. 

Doch nicht jeder Fensterrahmen ist für Dreifach-Glas geeignet, denn das Fassungsvermögen der Glasfalz muss entsprechend groß sein. Wenn Sie Holzfenster haben, kann die Falz so angepasst werden, dass eine Dreifach-Verglasung hineinpasst. Bitte vergessen Sie in diesem Fall nicht, statisch das höhere Gewicht der Scheiben einzuplanen und entsprechend stabilere Beschläge zu wählen!



Noch ein wichtiger Tipp.

Behalten Sie bei der Sanierung einzelner Gebäudeteile stets Ihr ganzes Haus im Blick. Speziell bei der Fenstersanierung müssen Sie darauf achten, dass die Fenster danach nicht besser ‚gedämmt‘, das heißt wärmer sind als die Fassade. Schimmelbildung kann sonst die Folge sein! 

Schimmel entsteht durch herunterlaufendes Kondenswasser. Das Kondenswasser bildet sich immer am kältesten Punkt der Wand. An einer Glasscheibe stellt Kondenswasser kein Problem dar, an einer Wand dagegen umso mehr! Es kann deshalb sein, dass Sie mit einer Zweifachverglasung besser beraten sind als mit einer Dreifachverglasung, obwohl Letztere energieeffizienter ist.

Sie sehen, Sanierung ist ein komplexes Thema. Alle Maßnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein und dürfen nicht losgelöst voneinander betrachtet, geplant und durchgeführt werden. Wir empfehlen Ihnen daher, sich von einem Energieexperten beraten zu lassen, um unerwünschte ‚Nebenwirkungen‘ Ihrer Sanierungsmaßnahmen auszuschließen.

Button pagetop