Wissenswertes über die Heizungsoptimierung.

  • Heizungssanierung ist nicht immer zwingend mit Heizungsaustausch gleichzusetzen

  • Auch kleine Modernisierungsmaßnahmen sind oft sehr effizient und sparen viel Energie

  • Die Investitionskosten sind vergleichsweise niedrig und amortisieren sich schon nach wenigen Jahren

Kostenfaktor Heizen und Warmwasser.

Die Heizung und die Warmwasserproduktion verbrauchen bei Ihnen im Haus die meiste Energie. Doch ein Großteil der Heizungen in Deutschland arbeitet nicht effizient, wertvolle Energie wird verschwendet. Um das zu ändern, müssen Sie nicht gleich Ihre komplette Heizungsanlage austauschen, schon mit kleinen Modernisierungsmaßnahmen lässt sich die Leistung der Heizung verbessern. Und die sind oft so günstig, dass sich die Kosten schon nach ein bis zwei Heizperioden amortisiert haben.

Wann ist es Zeit für einen Heizungs-Check?

  • Haben Sie Ihre Immobilie oder Teile davon wärmegedämmt und die Heizungsleistung nicht angepasst?
  • Ist Ihre Heizungsanlage älter als 15 Jahre?
  • Macht Ihre Heizung Geräusche oder werden die Heizkörper nur langsam warm? 
  • Werden die Räume nicht gleichmäßig warm?
  • Hat sich Ihr Wärmebedarf geändert, weil Sie aus- oder umgebaut haben?

 

Einer dieser Gründe reicht schon aus, um Ihre Heizungsanlage genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Vergleich zu anderen Sanierungsmaßnahmen, wie etwa Fassaden- und Dachdämmung oder Fenstererneuerung, sind die Investitionskosten eher niedrig, der Effekt aber hoch. Deshalb amortisieren sich die Kosten schon nach wenigen Jahren.

Wenn Sie an Ihrem Haus mehrere verschiedene Modernisierungsmaßnahmen planen, sollte die Heizungssanierung trotz ihrer hohen Effektivität nach allen anderen Maßnahmen kommen. Ihr Wärmebedarf wird sich nach diversen Dämmmaßnahmen verändern und die meiste Energie sparen Sie, wenn die Heizung an das bereits wärmeisolierte Haus angepasst wird.

Wenig Aufwand – große Wirkung.

Der Vorteil einer Optimierung gegenüber der Heizungserneuerung liegt natürlich klar beim finanziellen Aufwand. Eine Optimierung betrifft immer Bestandteile Ihrer Heizung, die bereits vorhanden sind und lediglich nachgerüstet werden müssen. 

Eine moderne Brennwertanlage ist natürlich unschlagbar niedrig, was den Energieverbrauch betrifft. Doch auch mit kleinen und günstigen  Modernisierungsmaßnahmen können in Kombination mit diversen Dämmmaßnahmen an Ihrer Immobilie hohe Energieeinsparungen erzielt werden. Im Folgenden erläutern wir, welch positiven Effekt eine moderne Hocheffizienzpumpe oder neue Thermostatventile haben, warum Sie Ihre Heizungsrohre im Keller dämmen müssen und was Ihnen ein hydraulischer Abgleich bringt. 

Maßnahmen zur Heizungsoptimierung.

Schon mit geringem Aufwand lässt sich bei der Heizungsanlage oft eine große Wirkung erzielen. 

Veraltete Heizungs- oder Umwälzpumpen beispielsweise sind ein regelrechter Stromfresser. Sie arbeiten nicht effektiv und laufen auf vollen Touren, obwohl der Bedarf oft gar nicht da ist. Der Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe kostet inklusive der Montage etwa 350 €. Sie ist elektronisch gesteuert und ihre Leistung richtet sich nach dem aktuellen Bedarf. Das spart bis zu 80% Energie ein, was einer jährlichen Kostenersparnis von bis zu 150 € entspricht.  

Ist der Heizungskeller zu warm, sind meist die Heizungsrohre schlecht oder gar nicht gedämmt. Im Schnitt gehen so 10% an Heizenergie verloren, die im Keller verpuffen und nicht in den Wohnräumen ankommen. Eine lückenlose Isolierung aller Rohre schafft hier Abhilfe und die Investition amortisiert sich bereits nach einem Winter. Vor allem bei älteren Heizkesseln ist dies eine sehr wirksame Maßnahme. Ältere Kessel benötigen eine hohe Vorlauftemperatur, wodurch im Keller viel wertvolle Energie verloren gehen kann. Eine Rohleitungsdämmung ist seit der EnEV 2009 sogar gesetzlich vorgeschrieben. 

Thermostatventile steuern, abhängig von der Umgebungstemperatur, die Wassermenge, die durch den Heizkörper fließt und halten die Raumtemperatur konstant auf dem eingestellten Wert. Sind die Thermostate veraltet, lässt sich die Temperatur nicht mehr richtig einstellen und es wird unnötig Energie verbraucht. Werden sie gegen moderne elektronische Thermostatventile ausgetauscht, können bis zu 15% des Heizenergiebedarfs eingespart werden. 

Besonders wirksam bei der Heizungsoptimierung und wichtig nach der Heizungserneuerung ist der hydraulische Abgleich. Hier berechnet ein Fachmann, wieviel Heizwasser in jedem Heizkörper tatsächlich benötigt wird und stellt die Thermostate dementsprechend ein. Damit wird für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Haus gesorgt. Ohne hydraulischen Abgleich sind die Heizkörper nahe am Heizkessel meist zu heiß und diejenigen, die am weitesten entfernt sind, zu kalt. Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für die Bewilligung von Fördergeldern von der KfW. 

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