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Grillen in anderen Ländern – So grillt die Welt

Inhaltsverzeichnis

  1. Argentinien
  2. Brasilien
  3. Nordamerika
  4. Japan
  5. Australien
  6. Südafrika
  7. Italien
  8. Russland
  • Gegrillt wird auf der ganzen Welt
  • Das gesellige Beisammensein spielt überall eine wichtige Rolle
  • Churrasco, Barby, Braai – so wird in Brasilien, Australien und Südafrika gegrillt

Wer meint, Grillen sei eine typisch deutsche Tradition, der irrt! Grillen ist in der ganzen Welt zuhause. Kaum ein Land, in dem nicht in irgendeiner Form gegrillt wird. Die Ausprägungen sind hierbei so unterschiedlich wie auch die Länder selbst: Mal wird mit Holzkohle gegrillt, mal direkt über offenem Feuer oder auch typisch mit der Gasflasche. Schließlich ist es die älteste Zubereitungsform von Nahrung und kann auf beinahe 800.000 Jahre Geschichte zurückblicken! So unterschiedlich wie die Essgewohnheiten in den Ländern sind, so verschieden sind auch die jeweiligen Grillgewohnheiten.

Aber eines haben sie alle gemeinsam: Grillen ist überall ein geselliges Ereignis. Es wird zelebriert und Freunde und Familie kommen dafür zusammen. Wir begeben uns auf eine Grill-Weltreise und stellen Ihnen hier verschiedene Grilltraditionen aus der ganzen Welt vor – aus jedem Kontinent ist etwas dabei. Vielleicht ist ja die ein oder andere Inspiration für Ihre nächste Grillparty dabei.

Egal auf welchem Kontinent Sie sind und in welches Land Sie schauen – auf der ganzen Welt grillen die Menschen und haben ihre eigenen Sitten und Bräuche rund um diese Essenzubereitung entwickelt. Aber unabhängig davon, was auf den Tisch kommt, haben alle Länder eines gemeinsam: die Geselligkeit und das Miteinander spielen eine wichtige Rolle, die Menschen kommen zusammen und sie nehmen sich Zeit. KLicken Sie sich durch unsere Ländergalerie und erfahren Sie so, wie in anderen Ländern gegrillt wird.

Globus

Argentinien

Argentinien ist weltweit bekannt für sein hervorragendes Rindfleisch und auch den Begriff Asado (Rindfleisch grillen) haben viele nicht zuletzt durch die gleichnamige Steakhaus-Kette schon gehört. Mit einem kurz gebratenen Steak hat ein echtes argentinisches Asado jedoch wenig zu tun.

Ein Asado ist ein Familienfest, zu dem sich die Argentinier viel Zeit nehmen. Und die braucht man für ein Asado auch, denn hier wird das Fleisch bei niedriger Temperatur stundenlang gegart. Die Fleischstücke werden dabei in speziellen Grills auf einen Rost gelegt und dabei die Hitze einer guten Kohleglut indirekt genutzt. So entsteht wunderbar zartes und saftiges Fleisch, das in Argentinien lediglich mit Salz gewürzt wird. Während die Argentinier geduldig auf ihr Fleisch warten, essen sie Empanadas, das sind deftige, mehr oder weniger scharfe  mit Huhn oder Hackfleisch und Käse gefüllte Teigtaschen. Später zum Fleisch sind die Beilagen leicht und bestehen aus vielen grünen Salaten mit leichten Dressings. Das Fleisch steht hier definitiv im Mittelpunkt, mit gegrilltem Gemüse können Argentinier eher wenig anfangen.

Brasilien

Wir bleiben in Südamerika und schauen uns in der Nachbarschaft um. Und auch hier entdecken wir eine spannende Grillkultur – das brasilianische Churrasco, übrigens ebenfalls eine sehr gesellige Angelegenheit.

Die Brasilianer grillen vor allem Rind, aber auch Lamm, Huhn und Ente auf langen Spießen über dem offenen Feuer. Sprechen die Brasilianer das Wort Churrasco aus, so klingt es ein wenig wie das zischende Fett, das vom Fleisch ins offene Feuer tropft – daher kommt der Name. Das Fleisch wird in viel grobem Meersalz eingelegt, das kurz vor dem Grillen wieder abgeklopft wird. Ist das Fleisch außen knusprig, wird die äußere Schicht direkt am Tisch vom Spieß geschnitten und der Spieß wandert zurück auf den Grill. So rotiert das Fleisch zwischen Tisch und Feuer mehrmals hin und her.

Anders als in Argentinien spielen in Brasilien die Beilagen beim Grillen eine große Rolle. Hier wird aufwändig und in großer Auswahl aufgetischt: Polenta, Bohnen, Mais, Tomaten, Blattsalate und auch die Empanadas, die wir schon aus Argentinien kennen, dürfen auf dem beilagen-Buffet nicht fehlen.

Nordamerika

Reisen wir weiter nach Nordamerika, von wo wir alle das berühmte Barbecue oder BBQ kennen, das auch hierzulande sehr beliebt ist. An erster Stelle steht wieder das gesellige Beisammensein - nicht selten wird heute zum klassischen Barbecue die ganze Nachbarschaft eingeladen. Seinen Ursprung hat das Barbecue in Nord- und Süd-Carolina. Die damaligen Plantagenbesitzer nutzten es, um ihre Nachbarn zu bewirten. Die Köche waren meist schwarze Sklaven und die Einflüsse aus deren Heimatländern haben sich vor allem bei den Gewürzen bemerkbar gemacht. Auch aus der Karibik schwappten die Einflüsse herüber und nicht selten war das Barbecue eine feurig scharfe Angelegenheit. Zum Barbecue trafen sich schon früh Angehörige aller Schichten und Konfessionen und bis heute gehört es in Nordamerika zu den wichtigsten sozialen Ereignissen.

Traditionell wird zum Barbecue Schweinefleisch verwendet. Doch auch das variiert von Bundestaat zu Bundesstaat. Gerne kommen auch  Hammel-, Rindfleisch, Geflügel und sogar Ziege auf den Grillrost. Das Besondere am klassichen BBQ: das Fleisch wird nicht über der direkten Glut gegrillt, sondern bei niedrigen Temperaturen langsam im Rauch gesmoked. So erhält es seinen charakteristischen, rauchigen Geschmack und bleibt dabei sagenhaft zart und saftig.

Die Soßen spielen beim Barbecue eine wichtige Rolle und verleihen dem Fleisch jeweils eine besondere Note. Viele Köche und Grillmeister hüten hier ihre eigene Geheimrezeptur. Als Grundlage werden oft Wein, Fruchtsäfte und Bier verwendet.

Japan

Springt man über den Nördlichen Stillen Ozean und besucht Japan, stößt man auf zwei ganz unterschiedliche Grillformen. An jeder Straßenecke werden hier kleine Hühnchen-Spieße angeboten, die sogenannten Yakitori. Dafür wird Hühnerfleisch abwechselnd mit Gemüse (meist Zwiebel, Paprika und Spargel) auf kleine Spießchen gesteckt, mit einem Dip aus Sojasoße, Zucker und Reiswein mariniert und auf einem Rost knusprig gegrillt. Auch Tofu und Pilze werden oft verwendet. Dies ist eine sehr gesunde und im Vergleich zu Südamerika, sehr leichte und bekömmliche Grill-Variante.

Doch in Japan wird auch gerne mit Gas gerillt und zwar auf ganz besondere Art und Weise. Eine große Metallplatte, eine sogenannte „Teppan“ ist in einem Tisch eingelassen und wird von unten mit einem Gasbrenner erhitzt. In vielen japanischen Restaurants sind diese Platten direkt in große Gästetische oder sogar den Tresen integriert. Japanische Köche zelebrieren hier oft vor den Augen ihrer Gäste eine wahre Show und wirbeln die Zutaten gekonnt durch die Luft. Serviert werden verschieden Fleisch- und Fischsorten und viel Gemüse.

Australien

Weiter geht es auf unserer Reise in Richtung Süden nach Down Under. In Australien wird ein Grillevent liebevoll als „barby“ bezeichnet und es spielt eine wichtige Rolle im Alltag und vor allem am 26. Januar, dem australischen Nationalfeiertag. Die Bedeutung des barby zeigt sich an den vielen öffentlichen Plätzen und in Parks, die oft mit gut ausgestatteten Grillplätzen aufwarten.

Bei privaten Einladungen ist es Tradition, dass der Gastgeber das Grillgut stellt und Freunde und Nachbarn unter dem Stichpunkt „bring a plate“ einlädt, was so viel bedeutet, dass jeder einen Salat oder Maiskolben mitbringt. Gegrillt werden gerne Lamm und Rind, das die Australier oft mit Bier übergießen, um es zarter zu machen. Unangefochtene Nummer 1 auf der Beliebtheitsskala für den Rost sind jedoch Meeresfrüchte und damit heben sich die Australier von allen uns bisher bekannten Grillnationen ab.

Südafrika

Bleiben wir auf der Südhalbkugel und schwimmen durch den Indischen Ozean bis nach Südafrika. Hier befinden wir uns in einer weiteren Hochburg des Grillens. Braai heißen hier die Grillfeste, bei denen sich Familie und Freunde ums offene Feuer versammeln. Es wird Holz statt Kohle zum Grillen verwendet, so dass ein Grillfest immer gleichzeitig auch Lagerfeuer-Charakter hat und das Gegrillte eine schöne rauchige Note bekommt. Auf den Rost kommt viel Fleisch, von Antilope und Springbock über Rind, Lamm und Strauß und auch Lachs. Dazu wird es bunt: allerlei Gemüse wie Mais, Paprika und Süßkartoffeln und auch Obst wie beispielsweise Aprikosen zieren als Beilage und in Spießen den Rost. Außerdem dürfen die typischen Chutneys nicht fehlen, von denen eines farbiger, süßer und schärfer ist als das andere. Die Farbenpracht beim Grillen gleicht der Farbenpracht des Landes und wer schon einmal dort war und Land und Leute kennengelernt hat, der kann sich die fröhlich-unbeschwerte Stimmung in dieser wunderschönen Landschaft sehr gut vorstellen.

Italien

Wir machen einen kräftigen Sprung nach Norden, verlassen Afrika und besuchen eines unserer liebsten Urlaubsländer, dessen Küche außerdem die beliebteste in ganz Europa ist: Italien.

Da die Italiener von Haus aus ein sehr geselliges Volk sind und das Essen ausgedehnt zelebrieren, finden hier auch viele ausgelassene Grillpartys statt. DAS typisch italienische Grillgericht gibt es nicht. Zu groß sind die regionalen Unterschiede, die starken Einfluss auf die Küche haben. Je nach Region kommen Garnelen oder in Folie eingewickelter Fisch auf den Grill, in Wein mariniertes oder scharf eingelegtes Geflügel und sehr viel Gemüse. Mancherorts werden Pinienzapfen in die Grillkohle gelegt oder Kräuter wie Thymian und Rosmarin in die Glut gestreut, was ein wunderbares Aroma verbreitet und herrlich duftet. Eine wichtige Rolle beim Grillen spielen in Italien die Beilagen, sie stehen in großer Auswahl auf dem Tisch. Außerdem ist frisches Brot unverzichtbar und darf bei keinem Essen fehlen, pur oder als Bruschetta, belegt mit Tomaten oder Gemüse.

Russland

Wir machen einen kräftigen Sprung nach Norden, verlassen Afrika und besuchen eines unserer liebsten Urlaubsländer, dessen Küche außerdem die beliebteste in ganz Europa ist: Italien.

Da die Italiener von Haus aus ein sehr geselliges Volk sind und das Essen ausgedehnt zelebrieren, finden hier auch viele ausgelassene Grillpartys statt. DAS typisch italienische Grillgericht gibt es nicht. Zu groß sind die regionalen Unterschiede, die starken Einfluss auf die Küche haben. Je nach Region kommen Garnelen oder in Folie eingewickelter Fisch auf den Grill, in Wein mariniertes oder scharf eingelegtes Geflügel und sehr viel Gemüse. Mancherorts werden Pinienzapfen in die Grillkohle gelegt oder Kräuter wie Thymian und Rosmarin in die Glut gestreut, was ein wunderbares Aroma verbreitet und herrlich duftet. Eine wichtige Rolle beim Grillen spielen in Italien die Beilagen, sie stehen in großer Auswahl auf dem Tisch. Außerdem ist frisches Brot unverzichtbar und darf bei keinem Essen fehlen, pur oder als Bruschetta, belegt mit Tomaten oder Gemüse.

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