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Hallenheizung für gewerbliche Kunden

Inhaltsverzeichnis

  1. Arten der Heizungen
    1. Warmluft
    2. Strahlwärme
  2. Vorteile einer Flüssiggas-Hallenheizung
  3. Kosten der Hallenheizung
  4. Die Planung einer Hallenheizung

Die Frage nach der Beheizung einer Halle – egal ob Lager- oder Turnhalle oder Werkstatt – ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es gibt zahlreiche Arten der Hallenheizung und auch innerhalb dieser gibt es verschieden Varianten. Alle Heizungen haben eines gemeinsam: Sie müssen die Herausforderung, dass warme Luft nach oben steigt, geschickt lösen, um die Halle effizient und komfortabel zu beheizen.

Arten der Heizungen

Grundsätzlich erfolgt eine Unterteilung in zentrale und dezentrale Heizungsanlagen. Erstere erzeugen die Wärme zentral in einem separaten Raum, von wo aus die Wärme zu der Abgabestelle befördert wird. Ein dezentrales Heizungssystem erzeugt die Wärme direkt an der benötigten Stelle.

Die gängigsten Heizungssysteme sind die Warmluftsysteme und die Strahlwärme. In diesem Kapitel haben wir für Sie die beiden Heizsysteme unterteilt in zentral und dezentral zusammengetragen.

Warmluft

Die Warmluftheizung ist eine der verbreitetsten Flüssiggas-Hallenheizungen. Warmluftheizungen sorgen dafür, dass die Luft in der Halle erwärmt wird. Ein Nachteil, den alle Heizungen dieser Art teilen, ist die Ansammlung der Wärme an der Decke, wenn die Luft ungünstig im Raum zirkuliert. Warme Luft steigt nach oben, deshalb kommt es vor, dass die Temperatur im Bodenbereich zu niedrig ist.

Ein zentraler Wärmeerzeuger produziert thermische Energie, die dann über das Heizungswasser bis zu den Heizflächen übertragen wird. Es gibt verschiedene Arten von Heizflächen: Fußbodenheizungen, Lufterhitzer oder Deckenstrahlplatten. Diese sorgen dafür, dass die gesamte Halle oder ausgewählte Bereiche – egal wie groß – erwärmt werden. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Herrscht eine hohe Luftwechselrate, ist es möglich, dass die Wärme vermehrt nach oben strömt und die Halle so nicht optimal beheizt werden kann. Vor allem die Fußbodenheizung eignet sich besonders gut für dieses Heizungssystem, da sie den Brennwerteffekt einer Flüssiggasheizung begünstigt. Das heißt, dass aus dem Flüssiggas mehr Energie gewonnen werden kann. Diesem Vorteil stehen aber die hohen Kosten und Aufwände der Installation gegenüber.

Eine dezentrale Warmluftheizung hat einen Brenner integriert, dessen Leistung auf den Wärmebedarf abgestimmt ist. Durch spezielle Düsen bedient sich dieses Heizsystem der Weitwurftechnik, womit Luft gezielt erwärmt und zentriert werden kann. Dadurch garantiert diese Technologie eine systematische Erreichung der Erwärmungsziele. Denkbare Geräte sind beispielsweise Wand-, Decken- oder Standgebläse, die bis zu zwei Quadratmeter groß sein können. Moderne Systeme dieser Art nutzen die Brennwerttechnik, wodurch zusätzliche Energie aus Abgasen gewonnen wird. Dies hat eine effizientere und sparsamere Nutzung des Flüssiggases zur Folge. Ein weiterer Vorteil ist die kurze Reaktionszeit. Für Werkstätten, Gewächshäuser oder Turnhallen mit einer Deckenhöhe von bis zu fünf Metern und für Hallen, in denen eine hohe Luftwechselrate benötigt wird, eignet sich die dezentrale Warmluftheizung am besten. Ein Nachteil besteht darin, dass durch die Lüftungen Staub aufgewirbelt wird. Bei hohen Hallen kann der Einsatz von thermostatgesteuerten Deckenventilatoren durch Wärmerückführung für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und einen besseren Temperaturausgleich sorgen.

Strahlwärme

Strahlungsheizungen eignen sich besonders für die Beheizung großer Hallen mit Flüssiggas. Hierbei wird nicht die Luft an sich erwärmt, sondern die Körper, auf die die Wärmestrahlung trifft. Die Strahlungsenergie, die durch elektromagnetische Wellen übertragen wird, trifft auf die Körper, die sie dann absorbieren und reflektieren. Die Strahlungsenergie wird dort direkt zu Wärmeenergie umgewandelt.

Eine zentrale Hallenheizung mit Strahlwärme speist Deckenstrahlplatten, die die Luft ohne Zirkulation erwärmen. Sie geben die Wärme, die durch die Verbrennung von Flüssiggas entsteht, an Hell- oder Dunkelstrahler ab, welche sich meist die Infrarottechnik zunutze machen.

Hellstrahler verfügen über eine kleine, glühende Oberfläche an denen ein Gas-Luft-Gemisch verbrannt wird. Die Temperatur dieser liegt zwischen 900 und 950 Grad, die dann durch kurzwellige Wärmestrahlung in hoher Intensität abgegeben wird. Hellstrahler haben eine kurze Reaktionszeit und können somit innerhalb weniger Minuten Wärmestrahlung an die Halle abgeben. Besonders hohe Hallen profitieren von der Strahlungsintensität der Hellstrahler und der Möglichkeit, die Wärmestrahlung gezielt zu verteilen und die Leistung exakt an den Bedarf anzupassen. Ein Nachteil liegt jedoch in der Vermischung der Abgase mit der Raumluft, weshalb für eine ausreichende Belüftung gesorgt sein muss.

Dunkelstrahler gibt es in zwei Varianten: Strahlungsbänder und Einzelstrahler. Bei Strahlungsbändern handelt es sich um Rohre in u-förmiger Anordnung, die alle mit einem eigenen Brenner befeuert werden. Bei ordnungsgemäßer Anordnung und Planung kann diese Technologie eine gleichmäßige Wärmeverteilung in der ganzen Halle garantieren. Bei Einzelstrahlern handelt es sich ebenfalls um Rohre, die jedoch dünner sind als die der Strahlungsbänder und in U- oder Linear-Form angeordnet sind. Jeder einzelne Strahler verfügt auch über einen eigenen Brenner, der sie auf 400 bis 450 Grad aufheizt. Die linear angeordneten Strahler haben den Nachteil, dass es aufgrund der Strahlerlänge zu einem Temperaturabfall kommen kann. Diese Art der Strahlungsheizung bedient sich ebenfalls der Brennwerttechnik, bei der die Energie aus den Abgasen genutzt wird. Dunkelstrahler eignen sich besonders für Hallen, die eine Deckenhöhe ab drei Metern aufweisen. Sollte die Strahlungsleistung besonders hoch sein, empfiehlt es sich, diese nur ab einer Höhe von acht Metern zu installieren. Dunkelstrahler überzeugen durch ihre schnelle Aufheizzeit  und mit der Möglichkeit, bestimmte Hallenabschnitte und Aufenthaltsbereiche wie z.B. Arbeits- und Lagerplätze  gezielt zu beheizen.

Sollten Sie dezentral mit Strahlungswärme heizen wollen, so steht Ihnen eine Auswahl zwischen herkömmlicher Wärme und Infrarotwärme zur Verfügung. Bei dezentralen Strahlungsheizungen wird die Luft vor der Ausgabeeinheit erhitzt. Sie eignen sich besonders für Hallen mit einer hohen menschlichen Fluktuation, wie beispielsweise Kirchenschiffe.

Vorteile einer Flüssiggas-Hallenheizung

Ein großer Vorteil des Betriebes der Hallenheizung mit Flüssiggas ist die örtliche Ungebundenheit, denn die Installation ist nahezu an jedem Ort möglich - unabhängig von der Versorgungslage und dem Vorhandensein von Wasserschutzgebieten. Zudem ist Flüssiggas eine günstige Alternative zu Strom und die Verbrennung dessen ist verglichen zu anderen Alternativen umweltfreundlicher. Des Weiteren sind die Kosten für den Anschluss einer Flüssiggasheizung gering.

Kosten der Hallenheizung

Die Kosten für eine Hallenheizung können pauschal nicht genannt werden, da die verschiedenen Arten der Heizungen enorme Preisunterschiede mit sich bringen. Hierunter fallen auch die Kosten für die Installation und die benötigte Heizleistung.

Dezentrale Systeme haben meistens die geringsten Kosten. Zentrale Hallenheizungen hingegen sind aufgrund der Heizfläche, der zentralen Wärmeerzeugung und der Wärmeverteilung deutlich teurer.

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Die Planung einer Hallenheizung

Als Mittelstand-Spezialist beraten wir Sie gerne bei der Planung Ihrer Hallenheizung. Bevor die Planung beginnen kann, muss die Norm-Heizlast gemäß DIN EN 12831[1] ermittelt werden. Hierbei werden auch mögliche Wärmeverluste durch beispielsweise Lüftungen berücksichtigt.

Die Planung unterscheidet sich je nach Heizsystem. Wenn Sie sich für einen Wärmestrahler entscheiden, ist neben der Deckung des Wärmebedarfs auch Rücksicht auf die Ausstrahlung zu nehmen. Das heißt, dass es nicht ausreichend ist, wenige Strahler einzusetzen, um den Bedarf zu decken, da sich sonst große Wärmeunterscheide aufgrund der Abstände zwischen den Strahlern ergeben. Fällt Ihre Entscheidung jedoch auf Warmlufterzeuger, so ist es wichtig, dass eine 2,5 bis 3,5-fache Raumdurchspülung garantiert ist, um das Warmluftpolster, das sich an der Decke der Halle bildet, zu verkleinern.

Des Weiteren ist es von Vorteil, Rücksicht auf die zeitweise Nutzung der Halle zu nehmen. Ist der Betrieb der Halle von Beschäftigungsschwankungen und Schichtbetrieb geprägt, haben Aufheiz- und Abkühlvorgänge einen großen Einfluss auf die Jahresenergiebilanz. In diesem Fall wären dezentrale Heizsysteme die vorteilhaftere Wahl, da sie die Wärme durch kurze Aufheizzeiten verlässlich und schnell dorthin abgeben, wo sie gebraucht wird. Außerhalb der Nutzungszeiten ist es anders als bei zentralen Anlagen möglich, die Heizung komplett abzuschalten.

[1] https://www.beuth.de/de/norm/din-en-12831-1/261292587

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