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Heizen mit Flüssiggas: Heizungsanlagen, Voraussetzungen & Kosten

Inhaltsverzeichnis

  1. Flüssiggas: Was ist das eigentlich?
  2. Mögliche Heizungsanlagen im Überblick
    1. Gas-Brennwertheizung
    2. Gas-Brennwertheizung und Solarthermie
    3. Gaswärmepumpe
    4. Blockheizkraftwerk
  3. Vorteile von Flüssiggas
  4. Voraussetzungen für eine Flüssiggasheizung
  5. Kosten für die Installation einer Flüssiggasheizung
  6. Das Gefahrenrisiko ist gering

Rund um die Heiztechnik existieren zahlreiche Energieträger. Neben Holz und Hackschnitzeln, Pellets und Öl, Strom und Fernwärme, zählt auch Flüssiggas zu den beliebten Energieträgern für den Betrieb einer Gebäudeheizung. Nachfolgend werden Informationen über Flüssiggas und dessen Bestandteile aufgeführt, um einen Überblick über die Eignung - sprich für wen Flüssiggas in Frage kommt -, die Voraussetzungen und Kosten, über die Vorteile und Gefahren sowie über mögliche Heizungsanlagen zu verschaffen.

1. Flüssiggas: Was ist das eigentlich?

Doch zunächst einmal eine Erklärung, worum es sich bei Flüssiggas handelt. Genau betrachtet scheint der Begriff Flüssiggas ein Widerspruch zu sein, weil er mit "flüssig" und "gasförmig" zwei unterschiedliche Aggregatszustände in einer einzigen Bezeichnung miteinander kombiniert. Das Rätsel löst sich, wenn man weiß, dass es nur einen leichten Überdruck braucht, damit gasförmiges Flüssiggas in einen flüssigen Zustand gerät. Dieser Vorgang hat einen praktischen Vorteil: Er ist mit einer deutlichen Volumenreduzierung verbunden, die es erlaubt, das Flüssiggas in kleinen Gefäßen zu transportieren. Es handelt sich dabei um Drucksysteme, die einer sorgsamen Handhabung bedürfen. Heizen mit Flüssiggas ist für alle geeignet, die Wert auf eine schadstoffarme Heizvariante legen.

Insbesondere als Alternative zum Heizen mit Öl rechtfertigt es den Umstieg. Dadurch, dass Flüssiggas in der Flasche und im Tank dem Haushalt zur Verfügung gestellt werden kann, ist dieser Energieträger ganz besonders auch dort eine interessante Alternative, wo kein Anschluss an das Erdgasnetz möglich ist.

2. Mögliche Heizungsanlagen im Überblick

Flüssiggas kann mit einer ganzen Reihe von Heizungsanlagen betrieben werden. Grundsätzlich gilt in diesem Zusammenhang: Alle Technologien, die klassisches Erdgas nutzen, sind überwiegend für Flüssiggas passend. Vier Beispiele sollen die flexiblen Einsatzmöglichkeiten von Flüssiggas im Folgenden unterstreichen.

Gas-Brennwertheizung

Die Gas-Brennwertheizung vereinigt für den Besitzer eine Menge Vorteile. Zum einen ist die Heiztechnologie ein echter Energiesparer und daher im Rahmen einer energetischen Sanierung oft eine sinnvolle Investition. Zum anderen ist die Gas-Brennwertheizung auch ein Gewinn für die Umwelt, da sie sehr schadstoffarm ist. Insbesondere der CO2-Ausstoß ist deutlich geringer im Vergleich zu herkömmlichen Technologien wie zum Beispiel dem Niedrigdruckkessel. Heute sind Gas-Brennwertheizungen vor allem beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern gefragt. Staatliche Förderung unterstützt solche Projekte. Die Gas-Brennwertheizung ist zudem sehr bedienungsfreundlich und im Hinblick auf den individuellen Bedarf fein regelbar.

Gas-Brennwertheizung und Solarthermie

Die Kombination aus Gas-Brennwertheizung und Solarthermie erfreut sich bei den Verbrauchern großer Beliebtheit mit wachsender Tendenz. Diese Heiztechnikvariante verbindet die Vorzüge der Gas-Brennwertheizung mit der Solarthermie, die die Kraft der Sonne als nicht versiegende Energiequelle nutzt. Auch diese Form der Heiztechnologie, die auf erneuerbare Energien setzt, ist staatlich förderfähig. Solarenergie und Gas-Brennwertheizung leisten bei dieser Art der Heiztechnik eine nachhaltige Arbeitsteilung. Während die Gas-Brennwertheizung in der kalten Jahreszeit den größeren Anteil an Wärme erzeugt, übernimmt dies die Solartechnik in den sonnenreichen Monaten.

Gaswärmepumpe

Die Gaswärmepumpe stellt eine effiziente Kombination aus unterschiedlichen Energiequellen beziehungsweise Technologien dar. Bei Gaswärmepumpen stehen als natürliche Wärmequellen Luft, Wasser oder das Erdreich zur Verfügung.
Besonders für Gebäude, die einen eher geringen Heizbedarf haben, kann die Gaswärmepumpe die ideale Lösung sein. Bestimmte Gaswärmepumpen können neben der Beheizung von Gebäuden auch noch für deren Klimatisierung genutzt werden. Auch hier ist eine staatliche Förderung möglich.

Blockheizkraftwerk

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) ermöglicht die unabhängige Erzeugung von Strom und Wärme. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ist hierfür die Basis. Für alle, die eine dezentrale Energieversorgung wünschen und sich somit von der Preisgestaltung öffentlicher Versorger unabhängig machen wollen, ist dies die Lösung. Auch hier ist eine Förderung vom Staat möglich.
Zudem kommt, dass bestehende Verrohrungen oft genutzt werden können, sodass die Installation in vielen Fällen besonders kostensparend umgesetzt werden kann. Blockheizkraftwerke gibt es in unterschiedlichen Größen für jeden Bedarf.

3. Vorteile von Flüssiggas

Mit einer der größten Vorteil von Flüssiggas ist die ortsunabhängige Versorgung. Der Energieträger kann auch genutzt werden, wenn ein Haus nicht an das Erdgas-Netz angeschlossen ist. Hinzu kommt, dass die Installation und die Wartung oft unkompliziert und mit vergleichsweise wenig Kosten verbunden sind.

Weitere Informationen zu den Vorteilen finden Sie in dem Artikel "Umrüstung von Öl auf Flüssiggas: 8 Vorteile".

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4. Voraussetzungen für eine Flüssiggasheizung

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Flüssiggas kann in Deutschland nahezu flächendeckend genutzt werden. Der Grund: Es ist eine bundesweite Belieferung möglich. Da Flüssiggas keiner Wassergefährdungsklasse zu geordnet ist, darf Flüssiggas selbst in Hochwasser- und Wasserschutzgebieten zum Einsatz kommen, wo die Auflagen für andere Heizanlagen deutlich verschärft worden sind.

Die Installation einer Flüssiggasanlage ist in der Regel erfreulich unkompliziert. Zum einen, weil nur eine Abgasleitung nötig ist, zum anderen, weil oft auf bereits bestehende Verrohrungen zurückgegriffen werden kann. Der Flüssiggastank selbst kann ober- oder unterirdisch platziert werden. Bei der Variante unter der Erde ist darauf zu achten, dass die Hülle des Gastanks nicht beschädigt werden kann und dass der sogenannte Domschacht aus der Erde herausragt. In jedem Fall ist nach dem Aufstellen eine Abnahme vorgeschrieben, die nur von einer dafür fachkundigen Person vorgenommen werden darf.

Flüssiggas kann, wie oben bereits beschrieben, auch mit anderen (oft erneuerbaren) Energieträgern kombiniert werden und eignet sich auch für die energetische Umrüstung, zum Beispiel von Öl als Energiequelle. Grundsätzlich gilt, dass Flüssiggas-Anlagen nur durch einen SHK-Fachbetrieb installiert werden dürfen. Beträgt der Druck in der Leitung mehr als 0,5 bar ist zudem eine befähigten Person für Druckanlagen verpflichtend.

5. Kosten für die Installation einer Flüssiggasheizung

Die Kosten für die Installation der Flüssiggas-Anlage sind im Hinblick auf den individuellen Bedarf variabel, aber dennoch meist erfreulich günstig, wenn man andere Energieformen zum Vergleich heranzieht. Hinzu kommen die Vorteile, die der Staat für die Nutzung des energiehaltigen und umweltfreundlichen Flüssiggases in Aussicht stellt.

Die geringen Anschaffungskosten machen sich für den Verbraucher oft zeitnah bezahlt. Da Flüssiggas sehr energiehaltig ist, heizen Verbraucher mit hoher Effizienz, die sich rasch in den reduzierten Energiekosten zeigt. Dies kann umso mehr ausgenutzt werden, wenn das Flüssiggas mit regenerativer Energie verknüpft wird, wie es beispielsweise bei der Kopplung mit Solartechnik der Fall ist. Auch die Preisentwicklung stimmt positiv: Der Preis für Flüssiggas ist an den Heizölpreis gekoppelt, der eine fallende Tendenz aufweist. Hinzu kommt, dass sich Verbraucher mit einer eigenen Flüssiggasanlage unabhängig von der Preisgestaltung durch öffentliche Versorger machen.

6. Das Gefahrenrisiko ist gering

Gas wird aufgrund der Explosivität in der Bevölkerung oft vorsichtig bewertet. Wie bei vielen anderen Dingen im täglichen Leben, wie beispielsweise der Elektrizität, bei der der bestimmungsgemäße Umgang ebenfalls sehr wichtig ist, ist - sofern alle relevanten Regelungen eingehalten werden - von keinem allgegenwärtigen Risiko zu sprechen. Flüssiggas ist jedoch im Vergleich zu den meisten anderen fossilen Brennstoffen ein sehr risikoarmer Energieträger.

Bei fachgerechter Installation und Instandhaltung sind Komplikationen nicht zu erwarten. Die gesetzlichen Auflagen sorgen für höchste Sicherheit und nicht zuletzt sind die staatlichen Förderungen ein Beweis für eine sichere Heiztechnologie. Wer die Vorschriften, zum Beispiel Installation durch einen SHK-Fachbetrieb und Abnahme durch befugte Personen, einhält, braucht keine Sicherheitsrisiken zu befürchten.

Ein oberirdischer oder unterirdischer Flüssiggastank wird in diesem Zusammenhang einer regelmäßigen Prüfung unterzogen.

Aufkleber auf Flüssiggastanks geben ebenfalls wertvolle Hinweise, wie mit diesem Energieträger richtig umzugehen ist. Man erhält sie beim jeweiligen Versorger.

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