Einstieg in die Heizungserneuerung

Gründe, Vorteile & Informationen

Heizungserneuerung - lohnt sich das überhaupt? Es klingt nach intensiven Recherchearbeiten, nach aufwändigem Aus- und Einbau, nach wochenlangem Dreck, Lärm und hohen Investitionen. Doch schon mit geringem zeitlichem und finanziellem Aufwand lässt sich eine veraltete Heizungsanlage modernisieren - mit sehr effektivem Ergebnis. Wann eine Modernisierung sinnvoll ist, welche Vorteile sie hat, wie Sie Ihre derzeitige Heizung optimieren können und wie Sie in nur wenigen Schritten zu Ihrer neuen Heizungsanlage kommen, lesen Sie hier.

  • Heizungssanierung ist nicht immer zwingend mit Heizungsaustausch gleichzusetzen
  • Auch kleine Modernisierungsmaßnahmen sind oft sehr effizient und sparen viel Energie
  • Die Investitionskosten sind vergleichsweise niedrig und amortisieren sich schon nach wenigen Jahren
  • Eine Heizungserneuerung lohnt sich: sie spart Energie, steigert den Wohnkomfort und den Wert Ihrer Immobilie und schont Ihren Geldbeutel
  • Bei einer Erneuerung kann auch der Energieträger gewechselt werden
  • Viele moderne Heizsysteme und interessante Kombinationsmöglichkeiten stehen zur Auswahl

Wann ist Zeit für einen Heizungs-Check?

  • Haben Sie Ihre Immobilie oder Teile davon  wärmegedämmt und die Heizungsleistung nicht angepasst?
  • Ist Ihre Heizungsanlage älter als 15 Jahre?
  • Macht Ihre Heizung Geräusche oder werden die Heizkörper nur langsam warm?
  • Werden die Räume nicht gleichmäßig warm?
  • Hat sich Ihr Wärmebedarf geändert, weil Sie aus- oder umgebaut haben?

Einer dieser Gründe reicht schon aus, um Ihre Heizungsanlage genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Vergleich zu anderen Sanierungsmaßnahmen, wie etwa Fassaden- und Dachdämmung oder Fenstererneuerung, sind die Investitionskosten eher niedrig, der Effekt aber hoch. Deshalb amortisieren sich die Kosten schon nach wenigen Jahren.

Wenn Sie an Ihrem Haus mehrere verschiedene Modernisierungsmaßnahmen planen, sollte die Heizungssanierung trotz ihrer hohen Effektivität nach allen anderen Maßnahmen kommen. Ihr Wärmebedarf wird sich nach diversen Dämmmaßnahmen verändern und die meiste Energie sparen Sie, wenn die Heizung an das bereits wärmeisolierte Haus angepasst wird.

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Kostenfaktor Heizen & Warmwasser

Die Heizung und die Warmwasserproduktion verbrauchen bei Ihnen im Haus die meiste Energie. Doch ein Großteil der Heizungen in Deutschland arbeitet nicht effizient, wertvolle Energie wird verschwendet. Um das zu ändern, müssen Sie nicht gleich Ihre komplette Heizungsanlage austauschen, schon mit kleinen Modernisierungsmaßnahmen lässt sich die Leistung der Heizung verbessern. Und die sind oft so günstig, dass sich die Kosten schon nach ein bis zwei Heizperioden amortisiert haben.

Wenig Aufwand, große Wirkung: Heizungsoptimierung

Der Vorteil einer Optimierung gegenüber der Heizungserneuerung liegt natürlich klar beim finanziellen Aufwand. Eine Optimierung betrifft immer Bestandteile Ihrer Heizung, die bereits vorhanden sind und lediglich nachgerüstet werden müssen.

Eine moderne Brennwertanlage ist natürlich unschlagbar niedrig, was den Energieverbrauch betrifft. Doch auch mit kleinen und günstigen Modernisierungsmaßnahmen können in Kombination mit diversen Dämmmaßnahmen an Ihrer Immobilie hohe Energieeinsparungen erzielt werden. Im Folgenden erläutern wir, welch positiven Effekt eine moderne Hocheffizienzpumpe oder neue Thermostatventile haben, warum Sie Ihre Heizungsrohre im Keller dämmen müssen und was Ihnen ein hydraulischer Abgleich bringt.

Maßnahmen zur Heizungsoptimierung

Schon mit geringem Aufwand lässt sich bei der Heizungsanlage oft eine große Wirkung erzielen.

Veraltete Heizungs- oder Umwälzpumpen beispielsweise sind ein regelrechter Stromfresser. Sie arbeiten nicht effektiv und laufen auf vollen Touren, obwohl der Bedarf oft gar nicht da ist. Der Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe kostet inklusive der Montage etwa 350 €. Sie ist elektronisch gesteuert und ihre Leistung richtet sich nach dem aktuellen Bedarf. Das spart bis zu 80% Energie ein, was einer jährlichen Kostenersparnis von bis zu 150 € entspricht.

Ist der Heizungskeller zu warm, sind meist die Heizungsrohre schlecht oder gar nicht gedämmt. Im Schnitt gehen so 10% an Heizenergie verloren, die im Keller verpuffen und nicht in den Wohnräumen ankommen. Eine lückenlose Isolierung aller Rohre schafft hier Abhilfe und die Investition amortisiert sich bereits nach einem Winter. Vor allem bei älteren Heizkesseln ist dies eine sehr wirksame Maßnahme. Ältere Kessel benötigen eine hohe Vorlauftemperatur, wodurch im Keller viel wertvolle Energie verloren gehen kann. Eine Rohleitungsdämmung ist seit der EnEV 2009 sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Thermostatventile steuern, abhängig von der Umgebungstemperatur, die Wassermenge, die durch den Heizkörper fließt und halten die Raumtemperatur konstant auf dem eingestellten Wert. Sind die Thermostate veraltet, lässt sich die Temperatur nicht mehr richtig einstellen und es wird unnötig Energie verbraucht. Werden sie gegen moderne elektronische Thermostatventile ausgetauscht, können bis zu 15% des Heizenergiebedarfs eingespart werden.

Besonders wirksam bei der Heizungsoptimierung und wichtig nach der Heizungserneuerung ist der hydraulische Abgleich. Hier berechnet ein Fachmann, wieviel Heizwasser in jedem Heizkörper tatsächlich benötigt wird und stellt die Thermostate dementsprechend ein. Damit wird für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Haus gesorgt. Ohne hydraulischen Abgleich sind die Heizkörper nahe am Heizkessel meist zu heiß und diejenigen, die am weitesten entfernt sind, zu kalt. Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für die Bewilligung von Fördergeldern von der KfW.

8 Gründe für eine Heizungserneuerung

Eine Heizungserneuerung ist eine relativ kostengünstige, aber sehr effektive Modernisierungsmaßnahme. Die Energieeinsparung ist meist enorm, was Ihren Geldbeutel und die Umwelt freut. Es gibt viele Argumente, die für eine Heizungserneuerung sprechen. Wann ist eine Heizungserneuerung sinnvoll?

Die Heizung ist alt und es mussten schon diverse Reparaturen vorgenommen werden. Längerfristig lohnt es sich, auf eine neue Heizung zu setzen und damit die immer wieder aufkommenden Reparaturkosten zu sparen. Ist Ihr Kessel älter als 15-20 Jahre, bringt er seine Sollleistung nicht mehr (vor allem, ein Niedertemperatur- oder Konstanttemperaturkessel). In Altbauten befinden sich oft sehr alte Heizungssysteme. Weisen diese Schäden auf, kann es unter Umständen schwierig werden, geeignete Ersatzteile zu finden. Sind die entsprechenden Teile noch vorhanden, sind diese meist sehr teuer.

Bei einer alten Heizungsanlage verpufft viel Wärme. Das merken Sie zum Beispiel daran, dass Ihr Heizungskeller eventuell einer der wärmsten Räume im Haus ist. Ursache ist meist fehlende oder zu geringe Isolierung von Wärmespeicher, Wärmeleitungen und/oder Heizkessel. So bleibt wertvolle Wärme die das Haus heizen sollte im Keller.

In den letzten Jahren gab es viele Fortschritte bei den Geräten. Waren noch vor ein paar Jahren Nutzungsgrade von 60-70% üblich, erreichen die modernen Geräte heute 90-100%! Die Heizkosten sind geringer, das ist umweltschonend und freut ihren Geldbeutel. Brennwertthermen und Brennstoffzellenheizungen aus einheimischer Produktion sind die modernsten Techniken am Markt. Die Systeme arbeiten äußerst effizient, sodass keine Energie verschwendet wird. So produziert die Brennstoffzelle bspw. neben der Wärmeenergie auch noch Strom. Dieser ist deutlich günstiger als der Strom aus dem Stromnetz. Nicht zuletzt kann die moderne Technik auch mit Ästhetik punkten – kein Gerät muss im Keller versteckt werden.

Grund Nummer 1 für eine Heizungssanierung: Die Heizung heizt nicht mehr vernünftig und verbraucht daher zu viel. In der Folge wird mehr Energie als nötig freigesetzt und mehr Geld investiert als erforderlich. Alte Heizungen schicken bis zu 40% der kostbaren Heizwärme im heißen Abgas buchstäblich durch den Kamin.

Neue Heizungsanlagen lassen sich witterungs- und tageszeitabhängig regeln. Sie können Ihre neue Heizung ganz individuell nach Ihren Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten programmieren. Das macht sie deutlich effektiver.

Seit Anfang 2020 schreibt die Energieeinsparverordnung in Deutschland den Austausch von Heizungsanlagen vor. Diverse Heizkessel, die älter als 30 Jahre alt sind müssen ausgetauscht oder umgerüstet werden. Welche Anlagen das betrifft, ist in der aktuellen Fassung der EnEV aufgeführt

Für eine neue Heizungsanlage spricht zu guter Letzt auch, dass diese sich wertsteigernd auf Ihre Immobilie auswirkt.

Alte Heizungen verbrauchen oftmals mehr Energie als notwendig. Eine Aufrüstung oder Erneuerung schont die Umwelt. Daher wird die Sanierung der Heizungsanlage je nach System unterschiedlich hoch vom Staat gefördert. Wir helfen Ihnen bei der Beantragung von Fördermitteln!

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Neue Heizung! Und jetzt?

Planen Sie Ihre Heizung zu erneuern oder stehen Sie gar vor der Entscheidung, welche Heizung und welcher Energieträger für Ihren Neubau in Frage kommen? Dann haben Sie die Qual der großen Auswahl. Nicht nur die Technik hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, es sind auch ganz neue Möglichkeiten hinzugekommen – immer mit dem Ziel, möglichst effizient zu arbeiten, um Energie zu sparen und wertvolle Ressourcen zu schonen.

Langfristig gesehen, sparen Sie mit einer Heizungserneuerung die meiste Energie. Sie schonen außerdem die Umwelt und steigern den Wert Ihrer Immobilie. Der Vorteil einer Heizungserneuerung gegenüber einzelnen Optimierungsmaßnahmen: Sie haben auch die Möglichkeit, den Energieträger zu wechseln und können beispielsweise eine alte Ölheizung gegen eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik austauschen.

Welcher Energieträger ist für mich geeignet?

Bei der Heizungserneuerung und natürlich beim Neubau stellt sich als erstes die Frage nach dem geeigneten Energieträger. Unterschieden werden hier die fossilen Brennstoffe, zu denen Öl, Gas (auch Flüssiggas) und Kohle gehören sowie die erneuerbaren Energien, wie Pellet, Solar, Erdwärme, Wind, Wasser und Biomasse. Welche davon für den Hausgebrauch geeignet sind und welche Vor- und Nachteile sie haben, lesen Sie in unserem Artikel Energieträgervergleich.

Haben Sie sich für einen Energieträger entschieden, gilt es, ein passendes Heizsystem zu wählen. Mit modernster Technik ausgestattete Anlagen übertreffen veraltete Kessel in Sachen Umweltfreundlichkeit, Effizienz und Kosten um Längen. Wir stellen Ihnen hier verschiedene Möglichkeiten vor, von denen sich einige auch sehr gut kombinieren lassen.

Heizsysteme & Energieträger

1. Brennwerttechnik

Mit modernen Öl- und Gas-Brennwertkesseln erzielen Sie Wirkungsgrade von bis zu 100%, denn sie nutzen die Abgaswärme, die bei der Verbrennung entsteht und die bei alten Kesseln ungenutzt durch den Schornstein raucht. Die neuen Geräte sind sehr umweltfreundlich und stoßen viel weniger COund Feinstaub aus als ihre Vorgängermodelle. Sie sind leicht zu bedienen und sehr wartungsarm. Sie lassen sich sehr gut mit Solar kombinieren, wodurch Energieeinsparungen von bis zu 40% erreicht werden. Im Vergleich zu Pelletheizungen oder Wärmepumpen sind sie außerdem unschlagbar günstig in der Anschaffung.

2. Holzpellets

Holzpellets sind ein nachwachsender Rohstoff. Sie bestehen aus gepressten Säge- und Hobelspänen oder Rindenresten und verbrennen nahezu CO2-neutral. In der Anschaffung sind sie relativ günstig und sie haben eine hohe Energiedichte. Von Nachteil ist, dass sie in einem extra Raum gelagert werden müssen. Pelletheizungen sind genauso komfortabel und vollautomatisch zu nutzen wie Brennwerttechnik. In der Anschaffung sind sie allerdings relativ teuer. Sie erzielen jedoch hohe Wirkungsgrade von bis zu 90% und lassen sich gut mit Solar und auch Brennwerttechnik kombinieren.

3. Solarthermie

Sonnenlicht steht uneingeschränkt kostenlos zur Verfügung. Seine Energie lässt sich zur Wärme- und Stromerzeugung nutzen. Mit einer solarthermischen Anlage können Sie 50 bis 60% ihres Wärmebedarfs decken, im Sommer oft auch 100%. Alleine reicht sie zum Heizen zwar nicht aus, lässt sich aber hervorragend mit Brennwerttechnik und Pellet kombinieren und ist damit extrem kostengünstig und natürlich umweltfreundlich.

4. Mikro-BHKW

Sein großer Vorteil ist die hohe Effizienz, denn es produziert gleichermaßen Wärme und Strom. Bis zu 80% Ihres Strombedarfs können Sie damit decken oder ihn ins öffentliche Netz einspeisen. Betrieben werden BHKW mit Gas, Öl oder Pellets. Sie sind umweltfreundlich, nutzen etwa 90% der eingesetzten Energie und laufen sehr schadstoffarm. In der Anschaffung sind sie relativ teuer, deshalb sollte ein Fachmann vorherberechnen, ob sich ein Micro-BHKW für Ihr Einfamilienhaus lohnt und ausgelastet wäre.

5. Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten sehr umweltfreundlich, denn sie wandeln die in der Luft, im Erdreich oder im Grundwasser vorhandene Wärme in Energie um. Dabei entstehen keinerlei Verbrennungsrückstände oder sonstige Schadstoffe. Betrieben werden sie mit Strom, verbrauchen aber auch davon nur sehr wenig, was sich positiv auf die Betriebskosten auswirkt. Am effizientesten nutzen Sie die Energie einer Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung. Hier ist die Fläche besonders groß und die Wärme kann optimal abgegeben werden. Doch auch mit normalen Heizkörpern laufen Wärmepumpen sehr ökologisch und effizient.

Ein Mix aus allem: die Hybridheizung

Das Besondere einer Hybridheizung ist, dass sie die Vorteile verschiedener Heizsysteme und der regenerativen und fossilen Energieträger miteinander kombiniert und Wärme auf Vorrat speichert. Damit machen Sie sich sehr unabhängig in Ihrer Energieversorgung. Brennwertkessel (Öl oder Gas), Solarkollektoren, Wärmepumpe, Pelletöfen oder ein Kamin speisen überschüssige Wärme in einen zentralen Wärmepuffer ein. Daraus ziehen Sie Ihre Energie vor allem in den Übergangsmonaten. Ihr Brennwertkessel kommt nur dann zum Einsatz, wenn die Temperatur im Wärmpuffer zu niedrig wird. Zu beachten ist, dass der Wärmepuffer relativ groß sein muss, da er seine Wärme aus verschiedenen Quellen zieht. Sie können eine Hybridheizung neu einbauen lassen oder Ihre bestehende Anlage entsprechend umbauen.

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Die richtige Heizung im Altbau

Eine Modernisierung und eine damit verbundene Heizungssanierung ist gerade in Altbauten eine Investition, die sich langfristig bezahlt macht, denn je nach aktuellem Heizungssystem lassen sich Kosten einsparen. Hier stellt sich jedoch die Frage, welches Heizsystem am Besten für Ihre Immobilie geeignet ist.

Bauliche & örtliche Umstände in Altbauten

Für die richtige Wahl des Heizsystems im Altbau müssen neben den persönlichen Präferenzen auch die baulichen und örtlichen Umstände der Immobilie betrachtet werden. In einigen Fällen wird die Auswahl hier schon etwas eingeschränkt. Für Öl- und Pelletheizungen wird in der Regel ein großer Kellerraum als Lagerfläche benötigt, während eine Versorgung mit Erdgas nur möglich ist, wenn die Immobilie an das öffentliche Erdgasnetz angeschlossen ist. Flüssiggasheizungen sind jedoch deutlich flexibler verwendbar, da lediglich die Therme im Haus, entweder im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder im Dachgeschoß , untergebracht wird. Der Flüssiggastank wird im Garten oder in der Auffahrt ober- oder unterirdisch aufgestellt beziehungsweise eingelagert.

Darüber hinaus spielt die Dämmung eines Gebäudes eine Rolle. Ein weitverbreiteter Irrglaube ist es, dass man erst das Haus isolieren muss und dann die Heizung ersetzt. Die Isolation eines Hauses ist in der Regel deutlich teurer als ein neues Heizgerät. Alte Heizkessel arbeiten nach dem Prinzip an oder aus. Dämmt man also ein Haus und behält den alten Kessel, dann feuert der Kessel aus allen Düsen und produziert schnell sehr viel Wärme. Das Haus benötigt die Wärme aber nicht mehr in dieser Menge, da es jetzt isoliert ist. Also schaltet sich der Kessel wieder aus und die Wärme in den Kesselteilen verpufft aus dem Heizkessel in den Schornstein.

Baut man aber eine moderne Brennwerttherme ein, gibt es auch ohne neue Dämmung Vorteile. Einmal modulieren moderne Thermen, dies bedeutet anstatt mit allen Düsen zu feuern, wird die produzierte Wärmemenge genau auf den Bedarf abgestimmt und viel kontinuierlicher zugefügt. Dies ist gerade in Übergangszeiten sehr wirtschaftlich. Weiterhin wird die Wärme im Abgas durch die Kondensation des Wasserdampfes im Abgas dem Heizkreislauf zugefügt. Dies steigert den Wirkungsgrad deutlich.

Am Besten ist es natürlich die Heizung zu erneuern und zu dämmen. Wenn dies aber nicht zeitgleich möglich ist, sollte die Heizungssanierung präferiert werden.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Heizungsoptionen und die dafür besonders gut geeigneten Umstände.

Mögliche Heizsysteme im Altbau

Haben Sie genug freie Kellerfläche, kann in Ihrem Altbau eine Ölheizung mit dazugehörigem Öltank installiert werden. Betrachtet man ausschließlich die Heizleistung einer Ölheizungsanlage, können diese durch ihre Zuverlässigkeit überzeugen. Abgesehen davon überwiegen jedoch die Nachteile: Ölheizungen belasten die Umwelt erheblich, da sie deutlich mehr CO2 ausstoßen als andere Energieträger. Zudem ist die Installation eines Öltanks in der Nähe von Wasser- und Landesschutzgebieten verboten. Die Nutzung von Ölheizungssystemen wird auch gesetzlich immer weiter eingeschränkt. Ab dem Jahr 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen installiert werden. Sollten Sie momentan eine Ölheizung in Ihrer Immobilie installiert haben, kann sich die Antragsstellung auf staatliche Förderung der energetischen Modernisierung für Sie besonders lohnen. Erfahren Sie hier mehr über die BAFA Antragsstellung.

Pelletheizungen glänzen auf den ersten Blick mit einer guten Ökobilanz. Werden die Pellets jedoch aus nicht nachhaltiger Waldnutzung und aus weiter Entfernung verwandt, dann nimmt der Vorteil deutlich ab. Ähnlich wie bei Ölheizungen wird die Kellerfläche für die Installation und die Lagerung der Pellets genutzt, hier ist besonders wichtig, dass der Lagerraum sowohl vor Feuchtigkeit als auch vor Zündquellen geschützt ist. Die Anschaffungsinvestition für eine Pelletheizung liegt mit 10.000-18.000 Euro weit über denen für eine Gas- oder Ölheizungsanlage. Hinzu kommt, dass die jährlichen Betriebskosten nicht wesentlich geringer sind als die anderer Heizungssysteme. Somit dauert es deutlich länger bis sich die Anschaffungsinvestition wirtschaftlich lohnt.

Die Wärmepumpe entzieht ihrer Umgebung Wärme – entweder aus der Luft, dem Wasser oder der Erde. Die gewonnene Wärme wird ins Haus geleitet und sorgt so für eine Beheizung der Innenräume. Da während des Energiegewinnungsprozesses keine Abgase ausgestoßen werden, ist die Installation oder Anpassung des Kamins nicht erforderlich. Gibt es im Haus nicht die notwendige Räumlichkeiten, können Wärmepumpen auch außerhalb der Immobilie aufgestellt werden.

Wärmepumpen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen, sodass sie nur dann effizient als Heizungstechnologie genutzt werden können, wenn das Gebäude ausreichend gedämmt und isoliert sind. Weiterhin benötigen Wärmepumpen aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen von ca. 30°C große Heizflächen, idealerweise den Fußboden oder die Wand. Dies baulich in einem Bestandsgebäude herzustellen, ist technisch aufwendig und sehr teuer. Daher lohnen sich Wärmepumpen oft nur im Neubau. Auch dort muss die richtige Dimensionierung beachtet werden, sonst heizt man anstatt mit günstiger Umweltenergie mit teurem Strom. Besonders in innerstädtischen Bereichen kann die Nutzung des Grundwassers oder Erdreichs eingeschränkt sein; hier kann somit nur die Raum- und Umgebungsluft verwendet werden.

Das Heizen mit Solarenergie ist besonders umweltfreundlich. Für eine Solaranlage werden Kollektoren auf dem Dach und der Wärmespeicher im Heizraum des Gebäudes installiert. Wird das Dach eines Altbaus im Rahmen weiterer Sanierungsmaßnahmen erneuert, lohnt sich die Überlegung die Montage der Kollektoren im selben Zuge durchführen zu lassen. Jedoch sollte das Dach eine ausreichende Größe und die richtige Ausrichtung aufweisen, um das Haus mit einer Energiemenge zu  versorgen, die eine Amortisation der Investition ermöglicht zu können. Durch den geringen und jahreszeitlich sehr unterschiedlichen Energiebeitrag der Sonne, kann die Solaranlage lediglich einen Beitrag zur Gesamtwärmeversorgung leisten. Eine Kombination mit einer Flüssiggasheizung wird oft verwandt um eine lückenlose Versorgung sicherzustellen.

Flüssiggasheizungen sind sehr flexibel und außerdem eine kostengünstige Möglichkeit einen Altbau mit Energie zu versorgen. Sowohl die Kosten für die Anschaffung als auch die laufenden Kosten sind überschaubar und gut zu kalkulieren. Da Flüssiggas in einem Gastank gelagert wird, benötigen Sie keinen Anschluss an das öffentliche Erdgasnetz. Der Gastank wird auf Ihrem Grundstück ober- oder unterirdisch aufgestellt, sodass lediglich die Heizungsanlage selbst Platz in Ihrem Keller, Hauswirtschaftsraum oder auf dem Dachboden benötigt. Da Flüssiggas weder boden- noch wassergefährdend ist, darf ein Flüssiggastank auch in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden.

Die Gas-Brennwertheizung gehört zu den beliebtesten Flüssiggasheizungen, weil sie besonders effizient arbeitet. Brennwertheizungen machen sich neben der Verbrennungswärme auch die Wärme der Abgase, die während der Verbrennung entstehen, zunutze. Die stufenlose Modulierung der Heizung ermöglicht die bedarfsgerechte, auf den jeweiligen Altbau angepasste Wärmeversorgung. Ähnlich wie bei Neubauprojekten können auch in Altbauten Gas-Brennwertheizungen mit Solarenergie in einem Hybridheizsystem kombiniert werden. Erfahren Sie hier mehr zu den vielfältigen Heizmöglichkeiten mit Flüssiggas.

Wenn Sie Ihre Heizung modernisieren möchten und eine Flüssiggasheizung mit regenerativen Energien kombinieren möchten, können Sie hier mehr zu den staatlichen Förderangeboten erfahren.

Vorteile für Ihren Altbau

  • Unabhängigkeit auch ohne Anschluss an die Erdgasinfrastruktur
  • Staatliche Förderungen bei der Umrüstung alter Ölheizungen
  • Hoch effiziente Lösungen auch für schlecht isolierte Altbauten
  • Geringe Anschaffungskosten
  • Gesenkte Energiekosten durch hocheffiziente Heizungssysteme
  • Wenig Kapitalbindung durch Mietoption des Gastanks
  • Unkomplizierte und überschaubare Wartungsarbeiten
  • Jahresenergiebedarf vor Ort lagerbar
  • Keine Geruchsbelästigung wie beispielsweise bei Ölheizungen

Häufig gestellte Fragen

Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor der Installation der förderfähigen Heizung erfolgen.

Die Definition eines Altbaus ist nicht eindeutig. Gebräuchlicher Weise spricht man jedoch von einem Altbau, wenn das Gebäude älter als 60 Jahre alt ist.

Da Altbauten häufig mit Heizkörpern beheizt werden, eignen sich besonders Heizvarianten mit hohen Vorlauftemperaturen, wie beispielsweise Flüssiggasheizungen.

Wenn Sie für Ihren Altbau eine Heizungsmodernisierung planen, können Sie bei der KfW und dem BAFA Fördermittel für eine Kombination aus beispielsweise Flüssiggasheizung und regenerativen Energien beantragen. Rheingas unterstützt Sie bei der Beantragung Ihrer Fördermittel.

Ob für das Aufstellen eines Flüssiggastanks eine Baugenehmigung benötigt wird, hängt von dem jeweiligen Bundesland ab, wobei für Gastanks, die eine Größe von 2,9 Tonnen nicht übersteigen, in der Regel keine Baugenehmigung notwendig ist.

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