Ohne Wärmewende keine Energiewende

Propan ist Teil der Lösung

Wir stehen an der Schwelle einer Energiewende. Am 20. September wird unsere Bundesregierung über ein Maßnahmenpaket und einen möglichen Co₂-Preis entscheiden, der den Ausstoß des Treibhausgases im Verkehr und beim Heizen verteuern soll. Eine Neuverschuldung soll es nicht geben, im Gegenzug sollen Bürger aber entlastet werden.

Im Gebäudebetrieb werden knapp 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland verbraucht. Deutschlandweit entsprechen fast 12 Millionen Öl- und Gasheizungen, deren  Durchschnittsalter bei 17 Jahren liegt,  nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Neben effizienten Heizungsanlagen ist auch die Energiequelle entscheidend zur Verringerung des CO₂-Ausstoßes. Laut BDEW liegt das höchste CO₂- Einsparpotenzial beim Austausch alter Ölheizungen. Es lässt sich fast jedes zweite Gebäude mit Ölheizung auf Gas umstellen. Hierdurch ließen sich 14 Mio. Tonnen CO₂-Emissionen einsparen. Würde man alle Ölheizungen durch moderne Heizungstechnologien wie Flüssiggas, Erdgas -ggf. in Verbindung mit einer Brennstoffzelle oder Solarthermie ersetzen, sollen sich sogar ca. 30 Mio. Tonnen CO₂ einsparen lassen, weitere Schadstoffemissionen außen vor gelassen.

Die nun jüngst aufgeworfene Abwrackprämie der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer ist ein Stoß in die richtige Richtung, wirkt aber noch nicht hinreichend genug und zu konzeptlos. Kramp-Karrenbauer plädiert dabei unter anderem für eine umfassende Steuerreform im Energiesektor, eine steuerliche Sanierungsförderung sowie eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen.

Bedenken muss man aber:  Das BMWI fördert derzeit immer noch die Anschaffungen von Ölheizungen, da bislang bei Brennwert-Heizungen nicht zwischen Öl und Gas unterschieden wird. Dies ist widersprüchlich und sicherlich eine falsche Anreizsetzung, wenn Deutschland seine Ziele und Verpflichtungen im Klimaschutz einhalten möchte. Hier muss das Klimakabinett nachlegen.

Was wir brauchen ist ein Konzept, dass technologieoffen und nachhaltig CO₂-Einsparungen bringt.

Gerade im ländlichen Raum gibt es beispielsweise in vielen Fällen mit dem mobilen Energieträger Flüssiggas (Propan) keine technisch bessere oder günstigere Alternative. Flüssiggas hat - nach Erdgas - den geringsten CO₂-Ausstoß aller fossilen Energieträger, verbrennt nahezu rückstandsfrei und produziert so gut wie keinen Feinstaub. Der Heizwert (freiwerdende Wärme pro Kubikmeter Gas) von Propan ist zudem fast dreimal so hoch wie der von Erdgas.

Zudem gibt es Propan in der biogenen Variante, gewonnen aus Abfall- und Reststoffen sowie Pflanzenölen und besitzt dadurch einen besonders erringen CO₂-Ausstoß.

Mit Bio-Propan ist es möglich, den CO₂-Ausstoß nochmal um bis zu 90 Prozent gegenüber konventionellem Flüssiggas zu verringern. Darüber hinaus erfüllt der Energieträger die strengen Anforderungen der deutschen Nachhaltigkeitsverordnung.

Propan in fossiler Form liefert schon jetzt eine gute Umweltbilanz, als Bio-Produkt ist es dann nahezu klimaneutral.

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