Aufwärtstrend bei Autogas hält an

Zulassungszahlen August 2022

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden im August 2022 in Deutschland 1.088 Pkw mit Autogasantrieb (LPG) neu zugelassen – ein Plus von 53,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt waren in den ersten acht Monaten dieses Jahres damit 10.130 Autogas-Fahrzeuge.

„Damit ist deutlich erkennbar, dass Autogas bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern aktuell sehr beliebt ist und auch weiterhin eine klimafreundliche, verlässliche und vor allem bezahlbare Antriebsoption sein wird“, so Rheingas-Geschäftsführer, Uwe Thomsen.

Grundsätzlich lassen sich nahezu alle Benziner auf Autogas umbauen. Je nach Fahrleistung amortisiert sich die Installation bereits nach einem Jahr komplett oder sogar früher (dies bei ca 30.000 km im Jahr) . Nach Wegfall des „Tankrabatts“ dürfte der Preisvorteil von Autogas gegenüber Benzin noch weiter steigen – und sich dadurch eine Umrüstung noch früher amortisieren. LPG kostet derzeit weiterhin nur gut die Hälfte von Benzin oder Diesel.

Nicht nur der große Preisabstand zwischen Benzin und Autogas macht für Vielfahrerinnen und Vielfahrer eine Umrüstung auf den emissionsarmen Kraftstoff sehr attraktiv. Auch im Energiekostenvergleich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zeigt sich der Preisvorteil von Autogas (LPG). Im Segment Mittel- und Oberklasse sind Autofahrerinnen und Autofahrer mit den alternativen Kraftstoffen Strom und Autogas (LPG) am günstigsten unterwegs. Autogas (LPG) ist nicht nur günstiger, sondern emittiert pro Energieeinheit im Vergleich zu Benzin 21 Prozent weniger CO2.

Neben Fahrzeugen ab Werk, die derzeit von Dacia angeboten werden, wird Autogas meistens bei neuen oder gebrauchten Fahrzeugen nachgerüstet.

Die Umrüstung liegt je nach Fahrzeug bei 1800-2300 Euro und dauert in Fachbetrieben ca 1-3 Tage. Dabei geht in der Regel kein Kofferraumvolumen verloren, der Gastank wird meist platzsparend in der Reserveradmulde verbaut.

Galt Autogas früher eher als der Antrieb für große Motoren, lohnt der Umbau, aufgrund der gestiegen Kraftstoffkosten, nun nicht mehr für große Verbraucher oder nur für Vielfahrer.

Erdgas (CNG) spielt hingegen in den Bestandszahlen kaum noch eine Rolle. Zwar bieten VW noch einige Modelle ab Werk an, umgerüstet werden können Fahrzeuge auf Erdgasantrieb allerdings nicht. Laut Kraftfahrtbundesamt wurden 2021 10.118 LPG-PKW neu zugelassen, aber nur 3.916 PKW mit Erdgasantrieb. Tankstellen gibt es auch nur wenige, weshalb sich die Technik nicht durchsetzen konnte. Autogas ist an rund 7000 Tankstellen in Deutschland erhältlich, bei CNG sind es ca 800.

Der Energiekostenvergleich ist eine amtliche Analyse, die regelmäßig aktualisiert wird und die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Energieträger gewährleisten soll. Seit 1. Oktober 2021 muss er an großen Tankstellen in Deutschland aushängen. Und so sieht er aus: Auf einem Plakat oder Bildschirm sind die Kosten verschiedener Energieträger – Benzin, Diesel, Autogas, Strom, Wasserstoff und Erdgas - pro 100 Kilometer Fahrstrecke aufgelistet.

Der Aushang soll es Tankstellenkunden ermöglichen, trotz unterschiedlicher Maßeinheiten (Liter, Kilogramm, Kilowattstunden) die Kosten auf einen Blick zu vergleichen.

Kontinuierlich mehr Autogas-Zulassungen

Die Anzahl der Autogasfahrzeuge steigt seit der Coronazeit kontinuierlich an. Schon 2021 hatten rund 19.000 zusätzliche Autofahrerinnen und Autofahrer die Vorteile von Autogas (LPG) erkannt und sind auf den kostengünstigen und umweltfreundlichen Kraftstoff umgestiegen. 2022 haben die Zahlen noch mal zugelegt. Der Deutsche Verband Flüssiggas rechnet bis zum Jahresende mit einem Zuwachs zum Bestand von insgesamt 25.000 umgerüsteten oder bereits ab Werk mit Autogasantrieb ausgestatteten Pkw.

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